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Wie Sie den wahren Wert der digitalen Technologie für die Fertigungsbranche erkennen

Die Geschwindigkeit, mit der die digitale Technologie voranschreitet, und die Art und Weise, wie sie ganze Märkte umkrempeln kann, ist wirklich verblüffend. Fast in jedem Geschäftsvorgang begegnen wir digitalen Technologien – ein Alltag ohne sie ist kaum mehr vorstellbar.

 

Sind das nicht alles nur Schlagworte?

Cloud Computing, IoT, künstliche Intelligenz, Robotik und 3D-Druck, Augmented Reality und neuerdings auch der digitale Zwilling und der digitale Faden sind nichts Neues. Aber wer hätte gedacht, dass Augmented & Mixed Reality einmal Techniker an abgelegenen Orten anleiten oder 3D-Drucker in der Automobilindustrie Bauteile herstellen würden, um die Herausforderungen der Lieferkette zu bewältigen?

Der Technologiemarkt für die Industrie ist riesig. Die heutigen Hersteller haben mehr oder weniger stark in gezielte Technologien investiert, um die betriebliche Effizienz und Produktivität zu verbessern, die Kosten zu senken, die Markteinführung und die Kundenakquise zu beschleunigen und Innovationen voranzutreiben. IDC-Untersuchungen zeigen, dass sich digitale Investitionen direkt auf die Gewinn- und Umsatzentwicklung eines Unternehmens auswirken, da digitale Unternehmen ihre neuen Fähigkeiten nicht nur zur Effizienzsteigerung, sondern vor allem auch zur Entwicklung neuer Geschäftsmöglichkeiten und -modelle nutzen werden.

Die COVID-19-Pandemie hat die Einführung der digitalen Transformation bei den Herstellern weltweit beschleunigt. Sie war ein Weckruf für diejenigen, die bisher nur wenig oder gar nicht investiert haben; selbst diese Unternehmen erkennen nun den engen Zusammenhang zwischen digitalen Werkzeugen und gesteigerter Produktivität, Effizienz und Widerstandsfähigkeit, und, dass sie ohne sie in einer Welt des zunehmenden Wettbewerbs, der durch die digitale Disruption angeheizt wird, zurückfallen würden. 

Doch obwohl das Potenzial digitaler Technologien erst an der Oberfläche gekratzt hat, müssen wir bei unseren Investitionsentscheidungen sehr vorsichtig sein, um es in die richtige Perspektive zu rücken.

 

Technologie um der Technologie willen?

Wie bereits erwähnt, wächst der Markt der Technologieanbieter nicht nur, sondern er breitet sich auch immer weiter aus, was für diejenigen, die Einfluss auf die Technologie haben, Entscheidungsträger oder Käufer sind, offen gesagt überwältigend sein kann. Wenn man zurückdenkt an die verschiedensten Trends, die vor wenigen Jahren noch komplett neu waren, wie z.B. Blockchain oder 5G. Aber wie viel sollten Hersteller in diese neuen Technologien investieren, und sind die Anwendungsfälle sinnvoll?

Auch wenn die potenziellen Auswirkungen der digitalen Technologie vielversprechend sind, ist es von entscheidender Bedeutung, dass sich Unternehmen zunächst mit dem Geschäftsproblem befassen, das sie zu lösen versuchen, und sich ein Bild von der Rolle machen, die sie auf dem Markt spielen wollen. Mit anderen Worten: Anstatt einen technologieorientierten Ansatz zu verfolgen, muss der Schwerpunkt auf der Umgestaltung des Unternehmens selbst liegen. Dennoch ist es schwierig, sich nicht vom "Lärm" ablenken zu lassen, den ein Technologiemarkt erzeugt, der ständig Innovationen vorantreibt.

Ein weiterer wichtiger Erfolgsfaktor, der nur allzu oft unterschätzt wird, ist der menschliche Aspekt. Die IT spielt zwar eine wichtige Rolle bei der Umsetzung der Strategie für die digitale Transformation, aber die Umsetzung und Anpassung an die großen Veränderungen, die sich daraus ergeben, liegt in den Händen der Mitarbeiter. Wenn die Mitarbeiter ihren Wert in Frage stellen, vielleicht befürchten, dass ihr Arbeitsplatz gefährdet ist, oder die Vorteile neuer Technologien nicht verstehen, werden die IT-Verantwortlichen den Druck spüren. Häufig ist es die ältere Generation von Mitarbeitern, die es gewohnt ist, auf bestimmte Weise zu arbeiten, die die Einführung neuer digitaler Tools in Frage stellt und möglicherweise ablehnt. Dies ist allzu oft auf ein mangelndes Verständnis zurückzuführen, das durch unzureichende Kommunikation, Engagement und Empathie von oben nach unten verursacht wird. In solchen Fällen können Mitarbeiter sogar zu "Innovationsgegnern" werden. Hier gilt es, offen zu kommunizieren und die Mitarbeiter in den Digitalisierungsprozess mit einzubeziehen, deren Kritik und Wünsche anzuhören und mögliche Anregungen entgegenzunehmen. Nur so gelingt der erfolgreiche Weg in die Digitalisierung.

 

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